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bodymemory


bodymemory

Zentrum für Bewegung und Embodiment Forschung

MOVE YOUR BODY – MOVE YOUR MIND
Bei bodymemory arbeiten wir mit dem was wir immer dabei haben – unserem eigenen Körper. Auf Grundlage der erfahrbaren Anatomie entdecken wir unseren Körper durch Ertasten, Erspüren und in Bewegung und finden dabei eigene Ressourcen wieder. Unser wissenschaftlich fundiertes Angebot richtet sich primär an Menschen aus prekären Lebenslagen, doch auch an Körperarbeit-Interessierte sowie an Haupt- & Ehrenamtliche aus dem Sozialen Bereich. Denn die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erforschen der Körpersysteme stärkt uns alle!

Was ist bodymemory?

Der Begriff bodymemory – Körpergedächtnis steht für die Überzeugung, dass alle unsere Erfahrungen im Körper abgespeichert werden. Manche Erfahrungen vergrößern, andere verringern tendenziell unsere persönliche und soziale Handlungsfähigkeit (Ermächtigung versus Entmächtigung/Ohnmacht). Voraussetzung für eigenes Handeln ist Vertrauen (in sich selbst, in die Umwelt). Letzteres kann über gezielte Körpererfahrungen wieder aufgebaut werden. Die im Kurs gemachten neuen Erfahrungen sind nachhaltig, da sie die Möglichkeit eröffnen alte Handlungsmuster mittelfristig aufzulösen. Werden Erfahrungen auf der Körperebene abgespeichert und verankert, haben sie das Potential dauerhafte Wirkungen zu erzielen.

Unter bodypolitics verstehen wir eine Körperarbeit mit konkreten politischen Zielen, wie etwa Menschen in ihrem Handeln nachhaltig zu stärken, so dass sie ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen und ihre Bedürfnisse besser artikulieren und verfolgen können. Dadurch wird die persönliche, soziale und politische Handlungsfähigkeit gestärkt. Wir gehen von einem direkten Zusammenhang zwischen körperlicher, sozialer und politischer Stärkung des eigenen Selbst – Empowerment – und politischer Toleranz zwischen Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft aus. Die Begegnung auf der Körperebene rückt den Menschen in das Zentrum, unabhängig von seiner Herkunft, seiner ökonomischen Situation oder seiner Qualifikation. Daher sind unsere Angebote genauso an Menschen mit deutschen Wurzeln gerichtet.

Was wir tun – warum wir es tun – wie wir es tun

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die sich durch soziale Inklusion, Teilhabe, Solidarität und Frieden auszeichnet. Diese kann durch das geteilte Erleben der gleichen Anatomie sektorübergreifend in allen Bereichen der Gesellschaft und über nationale, kulturelle wie soziale Grenzen hinweg möglich werden.

Durch unseren körperzentrierten Ansatz unterstützen wir Menschen in prekärer Lebenssituation, ihren Weg hin zu mehr Kraft und Energie, psychischer Ausgeglichenheit, Handlungsfähigkeit und sozialer Teilhabe wiederzufinden. Der Fokus auf die eigene Anatomie (Knochen, Muskeln, etc.) macht Stabilität, Kraft und Flexibilität im eigenen Körper erfahrbar. Die körpereigenen Ressourcen und somit auch die eigene Handlungsfähigkeit treten wieder in den Vordergrund. Der bodymemory-Ansatz befördert so ein Gefühl von Leichtigkeit im eigenen Körper, steigert die geistige Flexibilität und lässt sich leicht in den Alltag integrieren – unseren Körper haben wir immer dabei!

Unsere Angebote fördern das Gemeinschaftsgefühl. Durch das bewusste Aufsuchen und das gemeinsame Erforschen der Grundstrukturen unserer menschlichen Anatomie – die unabhängig vom sozialen, kulturellen, ethnischen und politischen Hintergrund des einzelnen Menschen ist – wird soziale Inklusion erfahrbar. Jegliche Art von Diskriminierung wird hiermit hinfällig.

Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass unser non-verbaler körperzentrierter Ansatz auch im internationalen Bereich gut umsetzbar ist und hier auf Interesse stößt. Unsere nationalen und internationalen Aus- und Fortbildungen ermöglichen es, bodymemory für ein größeres Publikum zugänglich zu machen.

Unsere Arbeit basiert auf der wissenschaftlich erwiesenen engen Verknüpfung von Körper, Emotion und Kognition. Das bodymemory Zentrum für Bewegung und Embodiment Forschung führt in Kooperation mit Hochschulen begleitende Forschungsstudien durch. Die Studien befassen sich mit den Auswirkungen von Krieg, Flucht oder Langzeitarbeitslosigkeit auf die Betroffenen und ihre Handlungsmacht. Darüber hinaus wird die Effektivität unseres körperzentrierten Ansatzes auf die psychische Stabilisierung und Stärkung von Menschen in prekärer Lebenssituation untersucht. Die Forschungsarbeiten bilden das wissenschaftliche Fundament unserer Arbeit.
Die Arbeit von bodymemory wäre ohne das ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiterinnen, sowie zahlreicher Unterstützerinnen, die uns auf dem Weg hin zur Realisierung unserer Vision begleiten, nicht möglich.

Methoden

In der bodymemory Arbeit wird in der Gruppe die eigene Anatomie erfahrbar gemacht, wodurch Menschen wieder mit sich selbst in Kontakt kommen und ihren Körper neu und positiver entdecken können. In Bewegung und durch eigenes Erspüren werden Körpersysteme wie Knochen, Muskeln, Flüssigkeiten erforscht. Der Fokus liegt auf einer Nutzbarmachung der im Unterricht gemachten Erfahrungen in unserem Alltag – unseren Körper haben wir immer dabei!
In den bodymemory Basic Kursen ist die Erfahrung der eigenen Stabilität und Aufrichtung sowie des eigenen Bewegungs- und Handlungsraumes zentral und Voraussetzung für die Arbeit mit der eigenen Flexibilität.
bodymemory ist keine Therapieform, sondern im Bereich der Körper- und Bewegungspädagogik anzusiedeln. bodymemory kann jedoch auf eine Therapie vorbereiten oder laufende Therapien begleiten.
Grundlage der bodymemory-Kurse ist die Methode Body-Mind Centering® (BMC), die seit den 1970er Jahren von der Begründerin von BMC®, der US-Amerikanerin Bonnie Bainbridge Cohen, und ihren KollegInnen und SchülerInnen erforscht wird (www.bodymindcentering.com). Aktuell wird BMC in mehreren Kontinenten und zahlreichen Ländern gelehrt und vielfältig eingesetzt, beispielsweise im therapeutischen und im kreativen Bereich.

Für den Bereich Flucht und Migration haben wir die bodymemory Basic Ausbildung entwickelt, die wir in Deutschland sowie auch international anbieten. Im Unterschied zu BMC ist sie zielgruppenspezifisch und mit dem Fokus auf einer Reduzierung (traumatischer) Belastungen ausgerichtet. Sie ermöglicht ein "Train the Trainers Programm", so dass die Methode von geschulten Kräften vor Ort an andere weitergegeben werden kann.

Der Name Body-Mind Centering und BMC sind geistiges Eigentum der Begründerin der Methode Bonnie Bainbridge Cohen und des Ausbildungszentrums für Body-Mind Centering.

Zu erwartende Ergebnisse
Die Arbeit eröffnet neue Ressourcen, um mit emotionalem Stress besser zurechtzukommen, für die Alltagsbewältigung und um (traumatische) Erlebnisse besser zu verarbeiten. Bei längerfristiger Teilnahme kann die Selbstwirksamkeit (self-efficacy) und die eigene Handlungsmacht erhöht werden. Das Angebot dient der Schmerzreduktion und der Prävention. Kopfweh, Migräne, Rücken-, Nackenschmerzen und Durchschlafprobleme können durch die Körperarbeit reduziert werden. Vitalität, intrapsychisches Gleichgewicht, soziale Extrovertiertheit und Konzentrationsfähigkeit sind in bisherigen bodymemory-Kursen nachweislich gestiegen. Ebenso konnten deutliche Verbesserung des Körperbildes festgestellt werden, wodurch die Handlungsermächtigung (agency) der Kursteilnehmerinnen deutlich erweitert werden kann.

BMC Organisation und Verbände
Dachverband: www.bodymindcentering.com; www.bmcassociation.org
Body-Mind Centering® Verband Glia Deutschland : www.bodymindcenteringverband.org
BMC Ausbildungen Deutschland: www.moveus.de

BMC wird weltweit gelehrt, u.a. in Frankreich, Italien, England, Polen, der Slovakei, Brasilien, Japan (siehe www.bodymindcentering.com/licensed-training-organizations)

Ausbildungen weltweit
Zu den BMC Ausbildungsprogrammen siehe bodymindcentering.com/programs

Bücher, Interviews oder Publikationen
Bainbridge Cohen, Bonnie: Sensing, Feeling, and Action 2012 (3. Aufl.)
Publisher: Contact Editions, 155 photos/illustrations
Nähere Informationen unter bodymindcentering.com/store bmcassociation.org/Publications

Aktuelles


bodymemory Ausbildung Modul

Termine: Freitag-Sonntag 13.11-15.11 9.00-17.00
Freitag-Sonntag, 4.12.-6.12. 9.00-17.00

Ziel des Basic I Moduls der bodymemory Ausbildung ist, die Teilnehmer*innen mit der bodymemory Methode und ihrer Anwendung in der Sozialen Arbeit vertraut zu machen.
Eine verbesserte Körperwahrnehmung wirkt sich oft positiv auf das eigene Körperbild aus. Mehr Selbstvertrauen und eine bessere Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse werden möglich.
bodymemory unterstützt Menschen darin, psychisch stabiler sowie handlungsstärker zu werden. Die TeilnehmerInnen der Ausbildung sollen dazu befähigt werden, das Unterrichtsmaterial an Menschen weiterzugeben, die traumatisch oder anderweitig belastet sind. Siehe mehr unter bodymemory Ausbildungen.

Wettbewerbe

Wir freuen uns sehr, dass wir beim europäischen AIR-Wettbewerb mit 230 Bewerber*innen in der Schlussrunde gelandet sind und gegen Teams aus der Slowakei, Rumänien und Deutschland antreten werden air-mooc.teachable.com/p/air.
Im November darf man uns hierfür sehr gerne die Daumen drücken!

Neue Publikationen

Hier die Ankündigung zu unserer Publikation im Sammelband The Art and Science of Embodied Research Design. Concepts, Methods and Cases., erhältlich auf Amazon:
Schlee, B. & Welsche, M. (im Druck) (2020). “The somatic impact of war and flight on the agent bodies of refugee women in Germany: A mixed-method approach including movement and body image sculptures”. In J. Tantia (Hrsg.), The Art and Science of Embodied Research Design. Concepts, Methods and Cases. Routledge: London.

"This latest volume continues to successfully unpack ‘embodiment’ as a conceptual frame for research. The carefully curated chapters powerfully add to a growing literature that places experiencing at the very heart of understanding the body’s own logic without negating other forms of data. This practical and rigorous volume is a must-read for students, somatic practitioners and researchers." — Kevin Krycka, Associate Dean of Arts and Sciences, Professor of Psychology, Seattle University, USA. Chair, Gendlin Center for Research.

Schlee, B. & Welsche, M. (2020b): „Reflexionen zum gelebten Transfer in der Praxis. Ein Fallbeispiel“, in: Wissensmobilisierung und Transfer in der Fluchtforschung. Kommunikation, Beratung und gemeinsames Forschungshandeln. Gonser, M, . Zimmer, K.,., Mühlhäußer, N., Gluns, D. (Hrsg.) Waxmann: Münster.

 
 
 
 
 
 

Offenes online Angebot

Dienstags, 12.00-12.45. Zoom Sitzung. Bei Interesse bitte melden, link wird zugeschickt. Bitte zu jeder Sitzung kurz per mail anmelden (info@bodymemory.de)
Kosten: nach eigenem Ermessen zwischen 10€-15€

Mehr Bewegungsraum durch bodymemory im Home Office

Wir bieten aus aktuellem Anlass bodymemory Einheiten von 45 Min. online für Teams an, die in sozialen Einrichtungen, Schulen, Verwaltungen sowie in Unternehmen arbeiten. Erfahrbare Anatomie, wie wir sie in unseren Kursen weitergeben, kann Sie darin unterstützen, Kraft und Ausgeglichenheit wie auch ausreichend Flexibilität für neue Alltagsherausforderungen zu erhalten.
Erste Erfahrungen mit Lehrer*innen und Eltern, die vor dem Online Termin bis dahin noch nie an einem bodymemory Angebot teilgenommen hatten, bestärken uns: Selbst in kurzer Zeit gelingt es uns über erfahrbare Anatomie Menschen an ihren Körper "zu erinnern". Die Teilnehmerinnen sind mit mehr Leichtigkeit und Energie an ihren Arbeitsplatz und ihren Alltag zurückgekehrt. Wir freuen uns auf digitale Körpererfahrungen von sozialer Nähe! bodymemory.de/content/4-aktuelles/flyer-unternehmen-home-office.pdf

Im Bild nach der Preisverleihung in Cambridge: Clara Holling, Lucie Stolwijk, Beatrice Schlee (v. links)



Angebote




Weitere Termine:


Forschung/Lehre


Forschung/Lehre

Publikationen

Publikation im Sammelband The Art and Science of Embodied Research Design. Concepts, Methods and Cases., erhältlich auf Amazon:
Schlee, B. & Welsche, M. (im Druck) (2020). “The somatic impact of war and flight on the agent bodies of refugee women in Germany: A mixed-method approach including movement and body image sculptures”. In J. Tantia (Hrsg.), The Art and Science of Embodied Research Design. Concepts, Methods and Cases. Routledge: London.

Bandbeschreibung

The Art and Science of Embodied Research Design: Concepts, Methods and Cases offers some of the nascent perspectives that situate embodiment as a necessary element in human research. This edited volume brings together philosophical foundations of embodiment research with application of embodied methods from several disciplines.

The book is divided into two sections. Part I, Concepts in Embodied Research Design suggests ways that embodied epistemology may bring deeper understanding to current research theory, and describes the ways in which embodiment is an integral part of the research process. In Part II, Methods and Cases, chapters propose novel ways to operationalize embodied data in the research process. The section is divided into three sub-sections: Systems of Analysis, Interviews and Observations, and Creative and Mixed Methods. Each chapter proposes a method case; an example of a previously used research method that exemplifies the way in which embodiment is used in a study.

As such, it can be used as scaffold for designing embodied methods that suits the researcher’s needs. It is suited for many fields of study such as psychology, sociology, behavioral science, anthropology, education, and arts-based research. It will be useful for graduate coursework in somatic studies or as a supplemental text for courses in traditional research design.

Reviews

"With this volume, Jennifer Tantia continues her extended efforts to weave together what began half a century ago as a widespread and often competitive collection of brilliant healers, craftspeople, therapists, and visionaries into a community focusing on shared models of public education, professional trainings, and research grounded theories. Dr Tantia has played a difficult and crucial role, facing a number of practitioners who often resist what they see as the intrusions of critical thinking into their personal views of their works. She has worked skilfully over a number of years to show that without collaborative and critical research, our works are confined to a small population of people who have the money and leisure to profit from them. Her support of reflective thinking about these works, and her gathering of the thoughtful people in this and other volumes, to these new modes of healing and transformation — opens the doors to the public access now accorded to biomedicine and certain approaches to psychotherapy." — Don Hanlon Johnson, Professor of Somatics, California Institute of Integral Studies, USA

"The concept of embodiment has been sadly underrepresented in research methodologies to date, possibly due to the challenges it might bring to traditional researchers. These chapters serve to explore rationales for addressing embodiment in both quantitative and qualitative research paradigms helping to provide a platform for future researchers to build their proposal. I congratulate the editor Dr. Jennifer Tantia and all the authors, for this much-needed contribution to research methodology" — Professor Helen Payne, PhD, UKCP Reg. Psychotherapist and ADMP UK Reg. Dance Movement Psychotherapist

"This volume restores much needed embodied intimacy to ways of knowing that are full of texture and meaning." — Les Todres, Emeritus Professor, Bournemouth University, UK

"This latest volume continues to successfully unpack ‘embodiment’ as a conceptual frame for research. The carefully curated chapters powerfully add to a growing literature that places experiencing at the very heart of understanding the body’s own logic without negating other forms of data. This practical and rigorous volume is a must-read for students, somatic practitioners and researchers." — Kevin Krycka, Associate Dean of Arts and Sciences, Professor of Psychology, Seattle University, USA. Chair, Gendlin Center for Research

"Applications of embodied research are still novel and require discernment, even for those who know something about knowing through and with the body. The book brings together the many conceptualizations of embodiment and presents an array of approaches. The thought provoking collection of cases invites the reader to explore their nuances and learn to communicate nonverbal discoveries." — Tomoyo Kawano, Director, Dance/Movement Therapy Program at Antioch University, USA

Schlee, B. & Welsche, M. (2020b): „Reflexionen zum gelebten Transfer in der Praxis. Ein Fallbeispiel“, in: Wissensmobilisierung und Transfer in der Fluchtforschung. Kommunikation, Beratung und gemeinsames Forschungshandeln. Gonser, M, . Zimmer, K.,., Mühlhäußer, N., Gluns, D. (Hrsg.) Waxmann: Münster.

Vorträge

"Forschung und Praxis: Körperzentrierte Ansätze für Menschen mit Belastungen in der Sozialen Arbeit", im Rahmen des Seminars "Arbeit mit Traumaüberlenden" von Prof. Sabine Allwin an der Evangelischen Hochschule

* Termin:
Dienstag, 9.6. 14.00-16.00.

Lehre

SS 2020 Seminar an der Evangelischen Hochschule "Körperzentrierte Ansätze und ihr Potential in der Sozialen Arbeit: Eine Ermutigung zum aufrechten Gang"
gemeinsam mit Dr. Birgit Susanne Lehner (Gesundheits- und Arbeitswissenschaftlerin, Akademische Rätin Pädagogische Hochschule) und Olivia Maridjan-Koop (Feldenkrais Practitioner und Tänzerin) an der Evangelischen Hochschule Freiburg: Embodiment und körperzentrierte Ansätze

WS 2019/2020 : Seminar "Beziehungsorientierte Bewegungspädagogik" gemeinsam mit Prof. Mone Welsche und Ben Beck. Thema: Embodiment als Wissenschaftsdisziplin und Body-Mind Centering in der sozialen Arbeit, Katholische Hochschule Freiburg.

Konferenzen

Wir freuen uns sehr über einen 2. Platz bei der 7th Biennial Cambridge International Mental Health Conference, Centre for Mental Health Research in association with the University of Cambridge, Clare College. cmhr-cu.org/conference/programme-2019. Poster presentation "War and flight can leave traces in the memory of the body of refugees but they are not irreversible" am 6. 9. 2019 in Cambridge (UK)!
bodymemory.de/content/8-forschung/poster-ca-conference-bodymemory-project_schlee-holling-stolwijk-aslan-a0.pdf
bodymemory.de/content/8-forschung/cambridge-clara-holling-lucie-stolwijk-clara-holling-1.jpg
Im Bild Beatrice Schlee mit bodymemory Kolleginnen Lucie Stolwijk und Clara Holling (v. rechts)

Forschungsprojekte

Als Wissenschaftlerin habe ich mich intensiv mit Prozessen der Aufarbeitung der Vergangenheit nach politischen Konflikten und insbesondere dem Thema Traumatisierung durch politische Gewalttaten befasst. Insbesondere setze ich mich mit den Auswirkungen autoritärer Staaten auf die Handlungsfähigkeit bzw. Ohnmacht und Apathie von Individuen auseinander.

Aktuelle Forschung zu den Auswirkungen autoritärer Herrschaft, von Konflikt, Krieg und Flucht auf das Körpergedächtnis. Agency, Kinesphere und Raumverhalten von Geflüchteten
In Kooperation mit der Katholischen Hochschule, Freiburg, Prof. Mone Welsche.

Erste Ergebnisse wurden bei der Tagung Körper-Kontakt in der Sozialen Arbeit in Bern und im psychosozialen Zentrum in Weil a. Rh. im Herbst 2018 vorgestellt.
Vorträge zum Thema Embodiment und Trauma auf Konferenzen zu den Themen „Rethinking Violence, Reconstruction and Reconciliation“ in Indianapolis/USA, „Transgenerational Trauma: Communal Wounds and Victim Identities“ in Amman/Jordanien, sowie angesichts des 20- jährigen Jubiläums des Traumazentrums Refugio in München.

Methodik und Forschungsergebnisse werden in folgendem Artikel dargestellt werden: Schlee, Beatrice/Welsche, Mone: "Does the body tell the political story? The impact of war and flight on the agent bodies of refugee women in Germany", in: „Case Studies in Embodied Research Methods ein, hrsg. v. Jennifer Tantia. London: Routledge 2020.
Mein Dank gilt daMigra, Invia und von Südwind e.V., die die Forschungstätigkeit unterstützen.

Abgeschlossenes Studienprojekt 2018/2019 an der Evangelischen Hochschule, Freiburg, von Prof. Sabine Allwinn: Evaluation körperbezogener Kurse für Menschen in prekärer Lebenssituation.

Seit 1998 bin ich als Gastdozentin an verschiedenen Universitäten und Hochschulen in Deutschland (Evangelische Hochschule Freiburg, Katholische Hochschule Freiburg, Universität Freiburg, Rostock, Heidelberg, Marburg) und Jordanien (German-Jordanian University) tätig, u.a. zum Thema Körperwissenschaft in Verbindung zur Sozialen Arbeit. Ich betreue Bachelorarbeiten von StudentInnen des Liberal Arts and Sciences Program des University College Freiburg (UCF).

Wissenschaftliche Artikel und Bücher
Fuchs, Thomas 2012: “The Phenomenology of Body Memory”, Body memory, metaphor and movement. Koch, Sabine C./Fuchs, Thomas/Summa, Michaela/Müller, Cornelia (eds.). Amsterdam, Philadelphia: John Benjamins P. V., 9-22. The phenomenology of bodymemory
Kesselring, Rita 2017: Bodies of Truth: Law, Memory and Emancipation in Post-Apartheid South Africa. Stanford: Stanford University Press. Rezension von Beatrice Schlee unter https://journals.sub.uni-hamburg.de/giga/afsp/article/view/1027/1034
Kidron, Carol A.: “Sensorial Memory. Embodied Legacies of Genocide”, A Companion to the Anthropology of the Body and Embodiment. Mascia-Lees, Frances E. (ed.). Chichester, West Sussex, U.K.; Malden, MA: Wiley-Blackwell, 451-466.
Krause, Sharon R. 2011 : "Bodies in Action: Corporeal Agency and Democratic Politic"s, Political Theory, Vol. 39, No. 3 (June 2011), 299-324, www.jstor.org/stable/23036147 Accessed: 08-12-2015.
Levine, P. (2015). Trauma and Memory: Brain and Body in a Search for the Living Past: A Practical Guide for Understanding and Working with Traumatic Memory. Berkely: North Atlantic Books.
(2020 forthcoming): Schlee, Beatrice, Welsche, Mone: “The somatic impact of war and flight on the agent bodies of refugee women in Germany: A mixed-method approach including movement and body image sculptures”, Tantia, Jennifer (ed.): Embodied Research Methods, Vol. II, Embodied Research Methods Cases. Routledge: London.
(2018): book review: Smith, Catherine (2018 , Resilience and the Localisation of Trauma in Aceh, Indonesia, International Quartely for Asian Studies, 149-153.crossasia-journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/iqas/issue/view/636
Van der Kolk, Bessel: The Body keeps the Score. Mind, Brain and Body in the Transformtion of Trauma. Penguin Books 2014.


Träger-Netzwerke


Träger

Netzwerke

  • Common Bond Institute, Trainernetzwerk für eine Gruppe von Flüchtlingen und jungen Freiwilligen in Amman, Jordanien mit dem Ziel geflüchtete Frauen in ihrem Empowerment und ihrer Handlungsmacht (agency) u.a. durch einen körperzentrierten Ansatz zu unterstützen Common Bond Institute, Training
  • FREINEM (Freiburger Netwerk für Integrations- und Migrationsforschung) FREINEM
  • Freundeskreis Asyl Freiburg (FAF)
  • Interkultureller Verein FAIRburg e.V. FAIRburg
  • PAMF (Psychotherapeutische Anlaufstelle für Migranten), Freiburg

Team


Beatrice Schlee

Körper- und Bewegungspädagogin und Politikwissenschaftlerin, Body-Mind Centering-Somatic Movement Educationer Aus meinem politikwissenschaftlichen Interesse für die Themen Vergangenheitsaufarbeitung nach politischen Konflikten und die Zusammenhänge zwischen physischer und psychischer Gewalterfahrung in autoritären Staaten ist bodymemory entstanden. Menschen national und international über den Körper in ihrer Handlungsermächtigung (Agency) zu unterstützen und damit auch zu einem respektvolleren Miteinander beizutragen ist das Ziel von bodymemory. Die Methoden bodymemory und Body-Mind Centering® sind dazu ideal geeignet, da sie Menschen die eigene Anatomie entdecken lässt, die uns gleichzeitig global mit anderen Menschen verbindet. Der Körper ist für mich eine noch wenig genutzte und dabei doch so naheliegende Ressource für unsere Gesellschaft: Bürger*innen in gut situierter oder in prekärer Situationen etwa nach einer Fluchterfahrung im Rahmen von bodymemory den Zugang zu ihren somatischen (körperlichen) Ressourcen zu ermöglichen. Als Politikwissenschaftlerin sehe ich den Bereich Public Health nicht losgelöst von politischen Strukturen, die gerechter gestaltet werden müssen, um den Handlungsspielraum des Einzelnen zu vergrößern. Parallel kann jedoch jede/r einzelne über den Körper eine essentielle Unterstützung finden das eigene Potential zu leben, anderen solidarisch zu begegnen und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Für mich sind die embodiment Forschung und bodypolitics ein wichtiger Bestandteil der Friedens- und Konflikt-, sowie der Autoritarismus- und Demokratisierungsforschung. Hier zum CV: (link: https://www.bodymemory.de/content/11-team/1-beatrice/cv-beatrice-schlee-4_20.pdf)

Lucie Stolwijk

Ich bin Lucie, komme ursprünglich aus Luxemburg und habe Soziale Arbeit mit internationalem Profil in Freiburg studiert. Wie ich zu bodymemory kam, hat einigen Zufällen zu verdanken. Vor allem ist es jedoch meine Neugierde und Faszination am Zusammenspiel von Körper und Psyche, und wie ich diese Relevanz nun immer mehr durch die Praxis und die Wissenschaft kennenlerne. Kurz nachdem ich die Methode selbst erfahren habe, war ich von der Effektivität von nur kleinen Übungen in erfahrbarer Anatomie und in Bewegung begeistert. Im Hinblick auf meine Kenntnisse der Sozialen Arbeit sehe ich hier großes Potential, von dem viele Menschen profitieren können um u.a. gestärkt mit den gesellschaftlichen Anforderungen umzugehen. Die Körperarbeit ermöglicht intensive Begegnung mit sich selbst und mit anderen Menschen, währenddem der biografische Hintergrund keine Rolle spielt. Ich bin davon überzeugt, dass der Zugang zu körperzentrierten Angeboten auch für sozial benachteiligte Personengruppen möglich sein muss und bin daher sehr froh, mich mit dem Team von bodymemory dafür einzusetzen.

Clara Holling

Mein Name ist Clara, ich habe den Bachelor of Liberal Arts and Sciences, mit dem Schwerpunkt „Governance“ in Freiburg studiert. Themen wie politische Gewalt, die Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen, Konflikttransformationen und Migrationsprozesse zählten zum Fokus meines Studiums. Während dieser Zeit habe ich mich als Tanzlehrerin für geflüchtete Kinder und Jugendliche engagiert und mich intensiv mit den Auswirkungen von Gewalt auf Bevölkerungsgruppen wie z.B. Geflüchtete beschäftigt. Darüber ist mein Interesse für die Verbindung von Körper und Psyche gewachsen. Der Tanz begeistert mich seit meiner Kindheit und momentan absolviere ich eine Ausbildung in dem Bereich bei motion’s in Berlin/Kreuzberg. 
Beatrice habe ich als Seminarleiterin am University College Freiburg, in einem Seminar zur Verbindung von embodiment und Governance kennengelernt. Ich habe schnell gemerkt, dass bodymemory die ganz spezielle Kombination meiner Interessen vereint und sehe einen großen Wert in der körperzentrierten Arbeit mit benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Durch die Tanzausbildung merke ich selbst, wie belebend und zentrierend die intensive Beschäftigung mit dem eigenen Körper in Bewegung sein kann und sehe großes Potential in unserer Arbeit, Personen in schwierigen Lebenssituationen effektiv zu unterstützen und zu stärken.

Maureen Reissen

Ich heiße Maureen Reissen und wurde 1992 in Aachen geboren. Tanz begleitet mich bereits mein ganzes Leben, vom kreativen Kindertanz bis zu einer Tanzpädagogik-Ausbildung, die ich 2018 in Leipzig absolviert habe. Ich liebe aber auch Sprachen und die Arbeit im internationalen Kontext, weshalb ich 2013 zum Studium der Romanistik nach Freiburg zog. Hier unterrichte ich nun Deutsch als Fremdsprache für geflüchtete Menschen und kreativen Kindertanz und Jazz für Jugendliche im Studio Pro Arte Freiburg. Dass es mir gefällt, Tanz zu unterrichten, merkte ich bereits bei meinem ehrenamtlichen Tanzunterricht für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen während des Studiums. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mir wichtig ist, Körperarbeit und Tanz besonders Gruppen zugänglich zu machen, die durch ihre finanzielle Situation keinen Zugang zu diesem Bereich haben. Während meiner einjährigen Tanzpädagogik-Ausbildung habe ich auch Body-Mind Centering als Methode kennengelernt, um den eigenen Körper auf einer sehr tiefgehenden Ebene zu erfahren und dadurch zu einer besseren Körperwahrnehmung zu kommen. Seit Februar 2020 arbeite ich bei bodymemory mit, besonders im Bereich Akquise, Administration, Evaluation/Forschung. Ich freue mich sehr über diese Arbeit, da sie genau das verbindet, was mir wichtig ist – Körper, Freude an der Bewegung und die Arbeit mit Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen.


Kontakt


bodymemory
Zentrum für Bewegung und Embodiment Forschung

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Dr. phil. Beatrice Schlee
bodymemory
Lorettostr. 45
79100 Freiburg
GERMANY

Telefon: (0049) 761 50369937
E-Mail: info[at]bodymemory.de

Datenschutzerklärung

Verantwortlich für den Inhalt gem. § 55 Abs. 2 RStV: Beatrice Schlee, s.o. Bildrechte: Beatrice Schlee

Alle Graphiken (graphic recording) stammen von Ludmilla Bartscht, Evident Elephant anlässlich eines bodymemory workhops im Rahmen des Fachtags zum 25-jährigen Julibläum von Amica e.V.

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